Moderne KiTa: Erziehung zum Egoismus?

3. September 2010 at 13:18 | In Allgemein | Keine Kommentare
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Die sechziger und siebziger Jahre haben in der Kindererziehung eine entscheidende Wende gebracht. Disziplin und Ordnung im Tagesabluf waren vorher im Zentrum der Aufmerksamkeit gelegen, zu ihrer Durchsetzung wurde auch schon mal Geschlagen oder eingesperrt. Heute danken kleine tyrannische Teufel es den überforderten Eltern, dass ihnen solche Strafen nicht einmal mehr angedroht werden, mit ihrem naiv-unschuldigen Egoismus. Halten die modernen Erziehungskonzepte noch die Waage oder verarmt unsere Welt um solch wichtige Werte wie Bescheidenheit und Zurückhaltung?

Teufel

Egoismus bei Kindern

Mein Sohn ist zwei Jahre alt und beginnt von sich selbst als “Ich” zu sprechen. Gleichzeitig hat er begonnen, reinste Tobsuchtsanfälle auszuleben, wenn er müde an eine Grenze stößt und seinen Willen nicht erfüllt sieht; immerhin nur, wenn er müde ist… Als tyrannischer Egoist akzeptiert er kein Nein von mir, ohne es mit lauthalsem Gekreisch zu kommentieren, in Ausnahmesituationen schlug er sogar nach mir! Ist mein Kleiner in seiner Entwicklung noch zu retten?

In einem Artikel des Spiegel online heißt es, soziales Verhalten – in diesem Fall das Teilen von Süßigkeiten – entfalte sich erst nach dem vierten Lebenjahr. Demnach sind drei- bis vierjährige Kinder reine Egoisten. Mit fünf teilten schon ein Fünftel der Kinder, mit sieben bis acht Jahren die Hälfte der Kinder. Die Studie wurde in England durchgeführt und würde beruhigend wirken. Wird aber in England auch so erzogen wie bei uns?

Erziehung und Egoismus – kindzentrierte Erziehung und ihre Nebenwirkungen

Seit den Siebzigern herrscht nicht nur in den KiTas die sogenannte “kindzentrierte” oder wortwörtlich zu nehmende “intensive” (nämlich die arbeitsintensive!) Erziehung vor, bei uns mehr noch als in Frankreich, wo auch mehr Kinder geboren werden. Der “intensive Ansatz” will demnach die Entwicklung des Selbst beim Kind erzieherisch fördern und legt Wert auf die Selbstverwirklichung unserer Kinder. Streng genommen heißt das, dass die Eltern dann essen, wenn das Kind Hunger hat und wach sind, wenn das Kind ruft. Die Grenzen der elterlichen Privatssphäre und des elterlichen Wollens werden als Egoismus aufgehoben, Kinder werden zu egoistischen Tyrannen und Beherrschern. In der KiTa steht dafür die “Kantine” statt gemeinsamem Mittagessen und gruppenoffene Arbeit statt zum Beispiel abzustimmen, worauf die meisten Lust haben.

Die Eltern und oftmals auch Erzieher in modernen KiTas, vor allem denen der offenen Arbeit gegenüber der Gruppenarbeit, haben aufgehört zu führen, wenn sie nur noch die Förderung des kindlichen Egos im Sinn haben. Als Folge haben Deutsche viel häufiger und stärker das Gefühl, Kinder zu erziehen bedeute Verzicht und Arbeit, Selbstaufgabe und eine enorme zeitliche und finanzielle Belastung. Sie verlernen die spontane Herangehensweise eines pragmatischen und entspannten Kompromisses in der Erziehung und neigen dazu, selbst angenehme Unternehmungen mit den Kindern als reine Pflichtübung zu sehen.

Erziehung und kindlicher Egoismus: Warum unsere Kinder Tyrannen werden

Michael Winterhoff schrieb das Buch mit dem Titel “Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden”, das nun schon die zigste Auflage erfährt (zum Beipiel bei Amazon). Dabei ist es keineswegs ein Ratgeber zur Erziehung, sondern versucht vielmehr aufzuzeigen, wo die Schwachstellen der modernen Erziehung liegen. Winterhoff kommt zu dem absolut KiTa-Erziehungs-relevanten Ergebnis, dass weniger Reden und Einfühlsamkeit bzw. die diskursive Beteiligung des Kindes an Alltagfragen die kindliche Psyche in ihrer Entwicklung contra Egoismus prägen, sondern vielmehr ein Vorbild in der Art eines Rudelführers. Eltern und KiTa-Erzieher sollten nicht versuchen, des Kindes bester Freund zu sein, sondern ihm Vorbild in Sachen verantwortungsvoller Entscheidungen und Kompromissfindung sein. Mehr dazu auch hier.

Gerade in den offenen Konzepten heutiger Kindergärten und anderer KiTas werden Rituale und Strukturen mehr und mehr als überflüssig oder einengend abgeschafft. Das Kind kann frei wählen, in welcher Gruppe es was tun will, und die Angebote richten sich ganz nach den Bedürfnissen der Kinder. Die Erzieher in den modern ausgerichteten KiTas greifen immer weniger ein. Statt dem Kind über Schwierigkeiten hinwegzuhelfen, es anzuleiten oder ihm eine strukturierte Orientierung zu geben, suchen sie immer häufiger nur noch nach Erklärungen für ein “fehlerhaftes” Verhalten des Kindes. Damit lassen sie die Kinder in einer frühen Phase der kindlichen Entwicklung allein, die die Bedürfnisse Anderer erkennen lassen hülfe. [Bild © HamburgerJung / flickr]

Weltkindertag am 20. September

1. September 2010 at 12:36 | In Allgemein | Keine Kommentare
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Der Weltkindertag jährt sich: am 20 September wird seit August 1925 und der Genfer Erklärung zum Wohle der Kinder gefeiert, dass sich die Kletterbalken biegen. Ich erkläre, warum wir dieses jahr zum zweiten Mal Kindertag feiern und wo das jeweilige Programm einzusehen ist.

Junge schießt auf Torwand

Weltkindertag am 20. September feiern! © dmytrok

Kindertag und Kindertag – weltweit verschieden

Der Kindertag geht auf die Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder zurück, die im August 1925 stattfand. 54 Vertreter verschiedener Staaten kamen hier zusammen und verabschiedeten die Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder. Die Türkei hatte bereits 1920 den Tag des Kindes eingeführt und nun zogen viele Regierungen nach. 1954 beschlossen die Vereinten Nationen, das Kinderhilfswerk UNICEF mit der Ausrichtung des Weltkindertages zu beauftragen.  Continue reading Weltkindertag am 20. September…

Borreliose – unsichtbare Gefahr, kaum zu diagnostizieren

26. August 2010 at 09:48 | In Die Kleinen betreffend | Keine Kommentare
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Gefahr durch Zecken, das hören wir nun immer öfter, und als Eltern hören wir bestimmt auch besser hin als ohne Kinder. Dass aber eine “Zeckenimpfung” gar nicht gegen die gefährliche Borrelioseerkrankung schützt, wissen noch immer nicht alle. Dabei ist die Borreliose nicht nur ungemein schädlich und greift alle, auch lebenswichtige Organe an. Sie kann nebenher jahrelang unerkannt bleiben und sogar zu psychischen Veränderungen führen!  Und die wenigsten Ärzte diagnostizieren eine Borreliose…

Zecke bzw. gemeiner Holzbock

Borreliose – unerkannte Gefahr

Gegen den Zeckenbiß wird geimpft. Dass diese Impfung aber nur gegen die Hirnhautentzündung FSME hilft, ist nicht allen Menschen bewusst. Dabei erkranken jährlich in Deutschland zwischen 50.000 und 70.000 Menschen und auch Kinder an einer Borreliose! Damit ist die Borreliose die zweithäufigste Infektionserkrankung in Deutschland. Und oft genug bleibt die Erkrankung lange Zeit unerkannt, vor allem bei Kindern, während die Borrelien im Körper wüten. Das unspezifische Krankheitsbild, dass dabei entsteht, lässt die Borreliose so schwer diagnostizierbar sein. Mein Rat an alle Eltern deshalb: Bei allgemeiner Immunschwäche des Kindes, aber auch häufiger Müdigkeit, Herzproblemen, Halsentzündungen und sogar depressiver Verstimmung oder heftiger Wutausbrüche sollten Kinder auch auf Borrelien getestet werden!

Borreliose kaum nachweisbar

Die Borrelien verweilen nicht lange im Blut. Nach einem Biß dauert es häufig einige Stunden, bis die Erreger von der Zecke abgegeben werden, deshalb ist ein sofortiges, aber vorsichtiges Abziehen der Zecke ohne Druck auf den Hinterleib und vor allem ohne Öl oder ähnlichem der beste Schutz vor einer Borrelioseinfektion bei Kindern. Die Wanderröte genannte, min. 12 cm große und kreisförmige Rötung um die Stichstelle kommt nur in 50% der Borrelioseinfektionen vor und wird von Kindern sicherlich gerne übersehen, die sich nicht täglich vor dem Spiegel untersuchen. Im frühen Stadium einer Borrelioseerkrankung können die Erreger nicht im Blut nachgewiesen werden und Antikörper liegen noch nicht vor. Im späten Stadium haben sich die Borrelien oft schon aus dem Blutkreislauf in das Bindegewebe abgesetzt und ihre Form verändert, wodurch die Erreger nicht nachweisbar bleiben. Dort können sie jahrelang ausharren. Ein Antikörpertest kann dagegen niemals ganz nachweisen, ob die Borreliose akut besteht oder ausgeheilt ist.

Borreliose und ihre vielfältigen Symptome

Borreliose kann Herz und Leber schädigen, Gelenke angreifen, das Lymphsystem schädigen, aber auch wie eine Hirnhautentzündung durch Schädigungen im Gehirn zu psychischen Veränderungen führen. Die Organschäden durch die Borrelien sind dabei teils reversibel, teils irreversibel, also nicht wieder reparabel. Oft führt die Infektion zu Fieberschüben und Schweißausbrüchen, manchmal wegen der Zellschäden zu häufiger Müdigkeit trotz ausreichend Schlafs oder auch Schlaflosigkeit und erhöhter Herzfrequenz. Kopfschmerzen können unter einer Borrelioseinfektion auftreten, allgemeine Stressymptome wie Appetitlosigkeit und Reizbarkeit oder eine Immunschwäche und Infektanfälligkeit können auftreten. Häufige Mandel- oder Halsentzündungen weisen auf die Immunsupprimiertheit durch die aggressiven Borrelioseerreger hin. Richtig viele Informationen bieten Selbsthilfe-Seiten wie das Europäische Zeckeninformationsnetzwerk.

Borreliose bei Kindern

Bei Kindern fällt eine Infektion mit Borreliose selten auf, die Symptome werden nicht in Zusammenhang gebracht. Vor allem die Belastung der Psyche wird häufig eher in einer Hyperaktivität oder depressiven Mißstimmung untergebracht. Dabei hat eine Langzeitinfektion so schwerwiegende Folgen, dass viele an Borreliose Erkrankte nie wieder schmerzfrei und oft kaum arbeitsfähig sind! Deshalb mein Tip: Drängt bei einer unklaren Erkrankung oder Störung den Kinderarzt zu einer Untersuchung der Borreliose-Antikörper durch einen Bluttest! Lasst euch nicht abspeisen, wenn keine Röte (Wanderröte) vorlag. Dass diese bei Borreliose unbedingt auftreten müsse, ist einfach falsch. Oft wird selbst der Zeckenbiß nicht wahrgenommen oder zwischen Biß und Erkrankung liegen Monate bis mehrere Jahre! Selbst kidsgo verbreitet hier falsche Informationen zur Borreliose. [Bild © flickr / thiema.com]

Achtung, Milchschorf beim Kind: Entfernen oder besser lassen?

23. August 2010 at 08:49 | In Die Kleinen betreffend | Keine Kommentare
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Babys haben sie oft, die gelbliche Kruste auf der Kopfhaut oder im Gesicht. Manchmal unschön, reizt der Milchschorf Eltern natürlich dazu, ihn zu entfernen. Davor sollte aber geklärt sein, ob es sich wirklich um Milchschorf handelt und vor allem sollte die Gefahr bewusst sein, die sich mit der Entfernung des Milchschorf verbindet: denn Neurodermitis und Milchschorf verbindet mehr, als Eltern lieb sein kann!

Milchschorf bei BabyMilchschorf – nur unschön oder schlimmer Vorbote?

Milchschorf wird die oft gelbliche Kruste genannt, die Babys meistens am Kopf, oft direkt auf der Kopfhaut, manchmal aber auch unschön im Gesicht bekommen. Meist besteht Milchschorf aus geröteter Haut mit nässenden und stark schuppenden Verkrustungen. Milchschorf ist eine Entzündung, dessen Ursachen ungeklärt geblieben sind. Allein mit Milch soll er nicht zu tun haben, der Name kommt von der Ähnlichkeit des Milchschorfs mit angebrannter Milch im Topf. Babys mit Milchschorf haben oft auch sehr trockene Haut und sind weinerlich, denn der Schorf soll jucken können und wird vom baby selbst manchmal auch schon blutig gekratzt. Leider ist der Milchschorf damit oft ein Vorbote einer Neurodermitiserkrankung.

Milchschorf und Grein – nicht zu verwechseln!

Grein ist eine ähnliche Schuppenkruste, die jedoch früher auftreten kann und von allein weggeht. Die Schuppen nässen außerdem nicht und jucken auch nicht. Das Baby hat nicht so eine trockene Haut, wenn es Grein anstelle von Milchschorf bekommen hat. Grein verschwindet in der Regel innerhalb des ersten Jahres und kann farblich bis ins Braune gehen. Milchschorf dagegen kommt oft erst mit der Umstellung von Muttermilch auf künstliche Milchprodukte bzw. Kuhmilch oder eben “normale”, feste Nahrung. Er tritt in der Regel frühestens mit drei Monaten auf. Lang gestillte Kinder sollen  weniger häufig Milchschorf bekommen bzw. wenn, dann nicht in der vollen Härte.

Milchschorf diagnostizieren lassen!

Gerade bei einer familiären Vorgeschichte in Sachen Neurodermitis, aber besser auch sonst, sollte Milchschorf oder was dafür gehalten wird, unbedingt ärztlich diagnostiziert werden. Denn wenn mit dem Milchschorf dann die Gefahr einer Neurodermitiserkrankung erkannt wurde, kann dagegen angegangen werden! Das Baby sollte dann unbedingt so lange wie möglich Muttermilch bekommen. Wenn es dir als Mutter unangenehm ist, weil “größere” Kinder, also ab etwa einem Jahr etwa, in unserer Gesellschaft nicht mehr als Stillkinder betrachtet werden, dann versuche wenigstens abends und morgens die gute und vorbeugende Mutetrmilch weiter zu geben. So ist die beste Hilfe gewährleistet und sie ist sogar mit der Arbeitsaufnahme vereinbar.

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KiTas und Krippen – Gefahr für Babys und Kleinkinder?

20. August 2010 at 10:12 | In Aufsicht, Die Kleinen betreffend | Keine Kommentare
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Das Baby oder Kleinkind früh in die KiTa zu geben wir dzum sozialen Trend belegen Studien. Gesundheitlich wie auch die soziale Entwicklung betreffend ist die frühe Kindesbetreuung allerdings ein zweischneidiges Schwert. Mangelnde Personalschlüssel sorgen für schwierige bis gefährliche Zustände in den Krabbelgruppen und Kinderkrippen.

Glas Wasser

Babys, Säuglinge, Kleinkinder in den KiTas – gefährliche Zustände

Mein Sohn kam mit frühen einundeinviertel Jahren in die KiTa, in seinem Fallalso  lange nach dem Krabbelalter. Eine Eingewöhnung vonseiten der KiTa von einem Monat verlief problemlos, die Probleme seiner frühen Einführung in die Kinderbetreuung in der offenen KiTa kamen zeitverzögert: Er schrie nach der KiTa bis zum erschöpften Einschlafen, war völlig überfordert. Ein halbes Jahr und etliche Gespräche mit den Erziehern später hatte sich die KiTa-Situation für mein Baby endlich entspannt. Unter dem Druck der Gesellschaft, so früh wie möglich wieder arbeiten zu gehen, hatte der Stress mich und mein Kind an den Rand des Erträglichen geführt.

Erst nachdem ich mit dem Gedanken an einen frühen Eintritt in das Berufsleben abgeschlossen hatte, entspannte sich unser Alltag zwischen KiTa und Alleinerziehen wieder. Mit einer kleinen Nebentätigkeit erfülle ich mir derzeit einen Kompromiß als berufstätige Mutter und bin noch flexibel genug für die Sensibilität meines doch noch sehr kleinen Kindes, dass zur Zeit je nach Stimmung nur vier bis fünf Stunden oder bis zu sieben in der KiTa betreut wird und manchmal nur viermal, oft aber schon fünf Tage die Woche in seinem Kindergarten spielt. Sozialer Rückzug, Aggressionen, aber auch Immunschwäche können Folge einer mißlungenen frühen KiTa-Eingewöhnung sein. Und trotzdem sehe ich in der KiTa andere Babys und Kleinstkinder, die ihre” frühe Abschiebung” problemlos wegstecken.

Gesundheitsgefährdung für Kleinstkinder: Wenn die KiTa-Betreuung die Bedürfnisse nicht erkennen kann

Babys und Kleinstkinder bedürfen einer intensiveren Betreuung als größere Kinder. Trotzdem ergeben sich zumindest in Berlin und Brandenburg dieselben Personalschlüssel für die frühen unter Dreijährigen wie für die Großen! Gesundheitsgefährdende Zustände, wie ich selbst belegen kann. Allein das Wickeln kostet Zeit: So habe ich mein Kind einmal von der KiTa abgeholt in genau der Windel, die mein Sohn morgens angezogen bekommen hatte! Acht Stunden in derselben Windel, weil es nicht bemerkt wurde! (Seither gibt es die “Wickelliste”.) Continue reading KiTas und Krippen – Gefahr für Babys und Kleinkinder?…

Frühe KiTa im Krabbelalter – Säuglingsverwahrung oder frühe Förderung?

17. August 2010 at 08:47 | In Aufsicht | Keine Kommentare
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Die bundesdeutsche Nachfrage nach frühkindlicher KiTa-Betreuung steigt, das belegen etliche Studien. Der Personalschlüssel bei der Betreuung unter Dreijähriger hingegen lässt noch immer schwer zu wünschen übrig. Überlegungen dazu, warum so viele Eltern ihre Kleinstkinder trotzdem in die einer Verwahrstation ähnelnde Kindertagesstätte geben…

Kind vor der Kindergartentür

Frühe KiTa – warum Mütter sich so früh vom Baby trennen

Vorangestellt sei, dass ich keine wissenschaftlichen Studien betrieb, sondernprivate  Gespräche führte mit jungen Müttern in Berlin. Entsprechend sind die Ergebnisse eventuell lokal begrenzt. Insgesamt ergab sich mir aber der Eindruck, dass wenige Faktoren die frühe Abgabe der Kleinstkinder in die KiTa verursachten. Da wäre in erster Linie der Job: Kehrt die Mutter nicht schnellstmöglich, also am besten nach acht Wochen, in ihren Job zurück, kann ihre Stelle weitervergeben werden und sie in eine niedrigere Position mit entsprechend niedrigerem Gehalt versetzt werden. Daher werden meiner Ansicht nach in Regionen mit niedrigeren Gehältern die Kinder häufiger noch früh im Baby- bzw. Säuglingsalter in die Krippe oder KiTa gegeben, weil das Gehalt des Vaters nicht ausreicht. Das bestätigt wohl auch eine Studie, laut der in den ostdeutschen Ländern 65%  der Babys und Kleinstkinder im Durchschnitt mit eins extrem früh in die KiTa-Betreuung gegeben wurden – und damit fast doppelt so viele Kleinkinder wie in Westdeutschland allein mit zwei Jahren!

Frühe KiTaplätze: Beruflicher Ehrgeiz der Mütter sorgt für höhere Nachfrage

Als sozialen Trend für die frühe KiTa-Eingewöhnung meine ich außerdem ausmachen zu können, dass der berufliche Ehrgeiz der Frauen, der gesamtgesellschaftlich in den letzten Jahrzehtne angestachelt wurde, ebenfalls dafür sorgt, dass Frauen ihre schwer erarbeiteten Positionen nicht verlassen wollen oder sogar fürchten, die dadurch gewonnene Akzeptanz und den Respekt zu verlieren. Andersherum wurde mir von dem Gefühl berichtet, sich “asozial” oder minderwertig zu fühlen, wenn frau sich weigerte, das Baby oder Kleinkind früh, also unter zwei Jahren schon in Betreuung in eine Kinderkrippe oder KiTa abzugeben. “Man kommt sich ja schon komisch vor, wenn man dann immer noch nicht arbeitet”, sagte eine fröhliche junge Frau leicht bedrückt. Ihre Tochter kommt nun mit zwei Jahren in die KiTa, sie wird versuchen, sich mit ihrem Partner selbstständig zu machen.

Frühe Förderung macht Kinder erfolgreicher

Studien belegen, dass die frühe  Betreuung auch im jungen Alter unter geschultem KiTa-Personal zu besseren schulischen Leistungen führt, die Sozialisation vorantreibt und später sogar höhere Gehälter ergeben kann (s. z.B. hier) – wenn das Personal sozialpädagogisch gut arbeitet und arbeiten kann! Dabei sind die Ausbildung und der Personalschlüssel der Pädagogen ausschlaggebend. Die Betreuungskosten würden sich allerdings rechnen, so die Süddeutsche in einem Artikel zur frühen KiTa-Betreuung, weil das durchschnittliche höhere Einkommen der früh gut in einer KiTa geförderten Kinder später höhere Steuereinnahmen ergäbe. Allerdings heißt der Artikel nicht umsonst: “Nah an der Kindeswohlgefährdung”.

Immunschwäche bei Kindern und Eltern? Ein Kuraufenthalt kann helfen

14. August 2010 at 18:38 | In Allgemein, Die Kleinen betreffend, Mamas betreffend, Papas betreffend | Keine Kommentare
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Manchmal ist es wie verhext: Ein Schnupfen jagt den nächsten, der Husten scheint nicht zu verschwinden und das Ganze wird nur ab und an von einem Brech-Durchfall abgelöst. Ob sich das auf das Kind bezieht oder auf die Eltern, was helfen kann, weiß ich von Freunden, ist tatsächlich eine Kur!

spielendes Kind

Kuren für Eltern und Kinder: Vom Gesetzgeber festgeschriebene Leistungen

Kuren für Eltern und Kinder sind Vorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen nach §§ 24, 41 SGB V, die der Gesetzgeber mit der Vollfinanzierung durch die Krankenkassen gesichert hat. Trotzdem ist der Antrag keine Garantie auf die Bewilligung einer Vater- oder Mutter-Kind-Kur oder auch einer Kur für Kinder. Nur eine plausible Diagnose muss die Kasse akzeptieren. Die Kassen schicken einen Antrag auf eine Mutter- bzw. Vater-Kind- oder eine Kinder-Kur gerne zu. Oft können die Kuren auch schon online beantragt werden. Ausgefüllt geht der Kuren-Antrag mit dem ärztlichen Attest dann an die Kasse zurück bzw. bei einer Reha auch an den Rententräger. Dabei könnt ihr schon dazu schreiben, welcher Kurenort euch für die Eltern-Kind-Kur vorschwebt. Bei Asthma, Neurodermitis und chronisch rezidivierender Bronchitis bewilligen die Kassen im Normalfall alle vier Jahre eine Kinder-Kur. Aber auch eine Immunschwäche beim Kind oder Burnout-Symptome bei einem Elternteil können eine Kur nötig machen.

Mutter-Kind-Kur oder Kinder-Kur? (Und wo bleiben eigentlich die Väter? ;D)

Der Unterschied zwischen der Mutter- bzw. Vater-Kind-Kur und reinen Kinder-Kuren ist einfach. Der Fokus der ärztlichen Aufmerksamkeit gilt bei den Mutter- und Vater-Kind-Kuren den Diagnosen zu den Elternteilen und bei den Kinder-Kuren den Kindern. Leidet also das Kind beispielsweise an einer Immunschwäche, Asthma oder Neurodermitis, dann sollte auch der Kurort entsprechend gewählt werden. Bei Immunschwäche des Kindes hilft eine Kur für Kinder oder eine Mutter/Vater-Kind-Kur übrigens wirklich, weiß ich von einem der Kinder aus unserer KiTa. Der Kleine war seither kein einziges Mal mehr krank!

Mutter-Kind-Kur wirklich entlastend?

Für ein Burnout wollte mein Arzt mir mal eine Mutter-Kind-Kur verordnen, bevor ich wirklich durchbrenne, wie er sagte. Nett gemeint, aber mir kam das nur noch anstrengender vor, weil mein Kleinernoch immer nicht durchschlafen wollte und woanders ja nicht eben besser schlafen würde und ich hier ja schon die KiTa, da aber nicht einmal eine eigene Küche haben würde geschweige denn meine Freunde. Ich konnte mir die Kur-Situation, möge sie auch Mutter-Kind-Kur heißen, nicht gerade entlastend vorstellen. Deshalb auch ein Tip: Schaut euch an, was die Kurorte für Kinder wirklich bieten!

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Lalelu – Der Schlaflied-Klassiker mal anders

10. August 2010 at 13:09 | In Die Kleinen betreffend | 2 Kommentare
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Einschlafrituale sind für Kinder ebenso wichtig wie schön. Zähneputzen, der Schlafanzug, ein Bilderbuch und dann… Ja, dann können Mami oder Papi zeigen, was sie musikalisch so drauf haben! Schlaflieder bringen noch den unmusikalischsten Elternteil zum Singen!

Mond

Schlaflied für’s Kind – aber welches?

Ich erinnere mich an das Bäumchen und die Träume, die beim Schütteln fielen. Nun hat meine Mutter zugegeben, das Lied Schlaf, Kindlein, schlaf” gewählt zu haben, weil es einfach zu singen gewesen sei. Eine Freundin erzählte mir, ihr Kind möge dieses einfache Schlaflied, weil Papa, Mama und sein Name drin vorkämen (sie hat den Text wohl etwas abgewandelt?). Lalelu war meiner Mama zu schwer, weil es zwischen hoch und tief eine große Spanne an Tönen umfasst. Offenbar muss sich also die Melodie des Schlafliedes ebenso unseren Fähigkeiten anpassen (und nicht umgekehrt!), wie auch den Vorlieben der Kinder. Kinder verzeihen aber auch schlechten Gesang. Mein Sohn liebt meine schiefen Töne zum bekannten “Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu” zum Schlafen.

Schlaflied – Text vergessen? Lalelu mal anders

Als ich mit Schlafliedern für mein Kleinkind anfing, war ich zu geschafft, um den Text zu den Liedern zu suchen. Ich kramte Abend für Abend irgendwas an Kinder-Schlaflied aus dem Gedächtnis und reimte noch irgendwas dazu. Schön sollte das Lied klingen und sich gut singen lassen. Angenehme Träume schaffen, wenn mein Kleiner den Text irgendwann verstehen würde. Lang genug sein, dass das Schlaflied bis zum Einschlafen auch hielt und ich nicht dauernd von vorn lossingen müsste. Das Ergebnis gefällt meinem Kind gut, einmal durch, schläft es meist schon. Deshalb will ich euch den neuen Text meines Lalelu-Schlafliedes für Kinder nicht vorenthalten!

Schlaf- und Wiegenlieder sind echtes Kulturgut!

Schlaflieder für Kinder sind eine Eigenart des seit der Reformation aus dem religiösen Kontext stammenden Abendliedes, in dem zu einer ruhigen und besinnlichen Stimmung der Abend oder auch Lebensabend besungen wurde. Und selbst die Zeit hat Schlaf- und Wiegenlieder zum (Kultur-)Thema gemacht!

Hier also exklusiv:Mein Schlaflied-Text für Kinder zur Lalelu-Refrain-Melodie:

Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu, wenn die kleinen Babys schlafen, nun schlaf auch du

Lalelu, schließ nun deine Äuglein zu, schließe deine Äuglein zum Träumen, träumst dann im Nu

Lalelu, Mami singt ein Lied dazu, Mami singt ein Lied zum Schlafen, schläfst ein in Ruh

Lalelu, träume von ‘nem Kakadu, träume von ‘nem Papagei und von ‘nem Gnu

Lalelu, in Afrika wohnt das Gnu, bei Löwen und bei Elefanten, da wohnt das Gnu

Lalelu, noch weiter wohnt das Känguruh, trägt sein Baby in nem Beutel und hat große Schuh

Lalelu, träum auch von ner bunten Kuh, die steht auf einer grünen Weide und lächelt dir zu Continue reading Lalelu – Der Schlaflied-Klassiker mal anders…

KiTas und ihre Erziehungsstile: Waldkindergärten

6. August 2010 at 12:09 | In Aufsicht | 2 Kommentare
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Nur im Wald? Bei jedem Wetter? Der Waldkindergarten setzt konsequent um, was viele andere Pädagogikkonzepte fordern: der Kreativität freien Raum zu lassen und den Kindern Gelegenheiten zum kreativen Spiel, um ihre Welt zu entdecken. Was ist alles möglich, “nur so im Wald”?

Waldkindergarten - Welt erleben

Waldkindergarten – was versteht sich darunter?

Waldkindergärten finden ihren Ursprung in Skandinavien, wo die Idee mit Kindern statt in einem geschlossenen Kindergarten so viel Zeit wie möglich im Wald, am Strand oder sonstwie im Freien zu verbringen, schon in den 1950er Jahren großen Anklang fand. Bei uns enstanden die ersten nicht offiziell anerkannten Waldkindergärten in den Siebzigern und seit den 1990er Jahren sind Waldkindergärten von der Regulierung durch das Jugendamt erfasst und zugelassen. Zu den Regeln des Kindergartens im Wald gehören ein Personalschlüssel von 15-20 Kinder auf zwei Erzieher und ein witterungsbeständiger Raum in erreichbarer Nähe. Die Waldkindergärten nehmen in der Regel Kinder zwischen drei und sechs Jahren auf, manchmal schon ab zwei. Oft schließen sie aber mit der Mittagszeit, weil ihnen die Anbindung an eine Küche fehlt.

Was lernen Kinder im Waldkindergarten – und vor allem wie?

Die Pädagogen des Waldkindergartens sind mit den Kindern immer draußen, außer das Wetter würde die Kinder gefährden (z.B. Sturmwarnung). Deshalb spielen die Kinder natürlich meist mit im Wald gefundenen Gegenständen oder bauen sich selbst etwas. Sie lernen in ihrem Kindergarten “ohne Dach und Wände” selbstverständlich sprechen, weil sie sich für viele Projekte, wie den Bau eines Klettergerüsts oder einer Hütte, dringend sicher und präzise ausdrücken müssen. Sie lernen aber auch den Respekt vor der Natur, wenn sie wieder und wieder über vermüllte Rastplätze respektloser Waldspaziergänger stolpern. Natürlich ist auch Malen und Basteln auf dem Plan, wenn auch in einem offenen Rahmen: ohne Dach. Bewegung fördert das Draußen sowieso und Teamfähigkeit und Sozialverhalten sind im Wald tausendmal wichtiger als in anderen Kindergärten. Weieter Antworten zum Waldkindergarten gibt Eltern.de mit einem Interview.

Welche Vorteile hat der Waldkindergarten? Hat er Nachteile?

Kinder, die viel Zeit im Freien verbringen, haben einen gut ausgebildeten Bewegungsapparat und verfügen über ausgezeichnete Konzentration und damit spätere Lernleistung. Ihr Immunsystem ist angeregter als das ihrer “eingesperrten Artgenossen”. Es regt sich der Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen streßbedingten Erkrankungen und Entwicklungsverzögerungen und -störungen und dem Lärm in geschlossenen Kindergartenräumen besteht. Im Wald ist der Lärm um einiges weniger stark ausgeprägt, der weiche Boden und die Weite schlucken den Streßfaktor einfach. Schulfähig sind die Waldkindergarten-Kinder allemal, sie werden in der Regel sogar besser benotet (Quelle: Wikipedia). Einzige, aber große Nachteile des Waldkindergartens also: die Altersbegrenzung und die Schließzeiten.

KiTas: Reggio-Pädagogik im Kindergarten

3. August 2010 at 11:23 | In Aufsicht, Die Kleinen betreffend, Mamas betreffend, Papas betreffend | 1 Kommentar
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Reggio nell’ Emilia, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Norditalien, gab der Reggio-Pädagogik den Namen. Zu nennen ist auch Malaguzzi, der als junger Pädagoge dazu kam, sich mit ihr auseinander zu setzen und die Reggio-Pädagogik weiterhin stark prägte und auch verteidigte. Reggio im Praxistest…

Typisch italienisch: Reggio nell' Emilia

Reggio-Pädagogik: Jedes Kind ist anders

Reggio-Pädagogik betont immer wieder die Einzigartigkeit eines jeden Kindes. Insofern ist keinem Kind vorzumachen, wie es wann was lernen sollte, was die Reggio-Pädagogik auch für Integrationskinder interessant macht. Wenn ein Kind seine Welt allein im Spiel mit Sand und Wasser erobern möchte, soll es das tun dürfen, hieß es in unserer KiTa einmal. Das ist Reggio. “Die ganze Welt steckt in diesem Sand”, erklärte mir die Erzieherin auf meinen Einwand, die eigentlich “offene Arbeit“, die sie praktizierte, würde eventuell einige Kinder in ihrer Entwicklung “vergessen”, die dann den ganzen Tag nur im Sand spielen würden und kein einziges Projekt mitmachten. “Der Sand richtet sich nach den Naturgesetzen, er erlaubt das Bauen und bietet Einblick in die statischen Grundregeln, wenn das Häufchen doch umkippt. Mit Wasser verändert er seine Konsistenz und Materialeigenschaften. Man kann in ihm Bilder malen und kreativ Formen. Selbst Flugbahnen lassen sich mit den Sandkörnern erleben.” Das ist Reggio in Reinform.

Reggio-Pädagogik und ihre Grundzüge: Räume und Kreativität

Die Räume einer Reggio-pädagogischen KiTa sollen von den Kindern gestaltet werden und sie dabei so frei agieren dürfen, dass sie auch ohne Anleitung der Pädagogen kreativ tätig werden. Ob dann ein Regal schief steht oder die Wände zum Malpapier werden, darf die Entfaltung nicht stören. Pädagogen und Eltern sind laut Reggio angehalten, die Welt aus Kinderaugen zu sehen, für die Farbe an den Wänden nicht “schmutzig” ist und “da nicht hingehört”, sondern “schön” und “bunt” ist.

Reggio-Pädagogik und ihre Grundzüge: Die KiTa und das Leben außerhalb

Die Reggio-orientierten KiTas brauchen genügend Räume und Pädagogen bzw. bauen auf eine Reg Untertützung durch Eltern und Künstler. Die Öffnung der Reggio-Pädagogik für Eltern und Öffentlichkeit ist bezeichnend und für deutsche Pädagogen, die die Eltern wie ein Ärgernis gern vor der Tür abservieren wollen, erst einmal ungewohnt. Hier müssen eben auch Erwachsene beweisen, dass sie zu einer Entwicklung fähig sind, was sonst nur immer von den Kleinen gefordert wird: Reggios Basisdemokratie verlangt von jedem etwas zu tun.

Reggio-Pädagogik und ihre Grundzüge: wertvolle Kindererfahrung

Die Welt der Kinder soll nach Reggio Wertschätzung erfahren, indem sie für voll genommen wird. Kinder brauchen nicht allein verbale Stellungnahmen, sie be-greifen die Welt noch gern mit ihren Händen. Die Reggio-Pädagogik bietet ihnen dafür gerne unbearbeitete Materialien statt vorgefertigtem Spielzeug und lässt sie ihre Lebensräume gestalten. Auch Kinderversammlungen, in denen die Größeren ihre Probleme und Alltäglichkeiten in der KiTa diskutieren, entsprechen dem demokratischen Grundgerüst der Reggio-Pädagogik (siehe auch Wikipedia), sich eigenverantwortlich und engagiert mit der Umwelt auseinanderzusetzen.

Fazit: Reggio lebt, vor allem in den offen arbeitenden Kitas

Kurzum: In vielen offenen KiTas existiert schon viel Reggio. Mit ein bißchen Engagement vonseiten der Eltern, die sich einmischen sollen und nicht aussperren lassen, kann den Kindern gezeigt werden, dass ihre Welt im Kindergarten wie nach Reggio interessant und ihre Erfahrungen als wertvoll geschätzt werden. Plant doch zum Beipiel mal einen Elterntreff im Garten eurer KiTa! Ihr werdet sehen, wie sehr es eure Kinder freut, wenn ihr teilhabt an ihrem ganz eigenen Alltag. Und übrigens hat auch die Zeitschrift Eltern etwas zu den verschiedenen KiTas geschrieben.

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